Club Academy - Das Fort- und Weiterbildungsangebot für Clubbetreiber*innen und Veranstaler*innen.

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Arbeitsschutz

Wer   ist   für   Arbeitsschutz   verantwortlich?

Verantwortung   ist   untrennbar   mit   derVerfügungsbefugnis über finanzielle Mittel und/oder der Weisungsbefugnis über Personenverbunden. Somit ist grundsätzlich der Unternehmer/Arbeitgeber verantwortlich. In   großen   Ketten kann der   Unternehmer   einen   Betriebsleiter/Versammlungsleiter als Verantwortlichen bestimmen. Der Unternehmer muss aber kontrollieren, ob den Pflichtenwirklich nachgekommen wird. Es ist möglich, Aufgaben zu deligieren, aber man kann niemalsdie ganze Verantwortung an seine Angestellten abgeben.Trotzdem sollte man als Arbeitnehmer den nächsten Vorgesetzten oder direkt den Arbeitgeberauf Mängel hinweisen und das dokumentieren. Denn jeder Mangel, den ein Mitarbeiterbemerkt, aber nicht meldet, kann diesem zur Last gelegt werden.

TOP-Prinzip

Nach   dem   TOP-Prinzip   sollten   zur   Einhaltung   der   Arbeitssicherheit   zuerst  TechnischeMaßnahmen, falls diese nicht möglich sind,  Organisatorische Maßnahmen, und falls diesenicht möglich sind, Persönliche Maßnahmen umgesetzt werden.

Konkrete organisatorische Strukturen

In   der  Arbeitsschutzausschusssitzung  (gesetzlich   vorgeschrieben   erst   ab   mehr   als   20Mitarbeitern) treten Arbeitgeber, Betriebsräte, Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheitund   Sicherheitsbeauftragte   zusammen,   um   sich  mindestens   einmal   vierteljährlich   überAnliegen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung zu beraten. Organe des Arbeitsschutzes sind der Betriebsarzt, die Fachkraft für Arbeitssicherheit und derSicherheitsbeauftragte (ab regelmäßig mehr als 20 Beschäftigten gesetzlich vorgeschrieben).Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte sind in der Regel externe Fachkräften.Sicherheitsbeauftragte werden aus den Reihen der Mitarbeiter bestellt. Diese müssen dazueine   entsprechenden   Fortbildung   absolvieren.   Es   handelt   sich   dabei   um   ein   freiwilligesEhrenamt.

→ Fortbildungen bei Berufsgenossenschaften (beispielsweise zum Sicherheitsbeauftragten)sind für Mitglieder der Berufsgenossenschaften immer kostenfrei, daher empfiehlt es sich,das jeweilige Angebot wahrzunehmen.

Gefährdungsbeurteilung

Bei   der  Gefährdungsbeurteilung  handelt   es   sich   um   die   systematische   Ermittlung   undBeurteilung   aller   relevanten   Gefährdungen.   Sie   ist   notwendig   für   alle   Tätigkeiten,Arbeitsstätten,   Arbeitsmittel   und   Gefahrstoffe   und   muss   dokumentiert,   also   schriftlichfestgehalten   werden.   Es   gibt   keine   Form-Vorschriften   bei   der   Dokumentation   -   ob   sie ausreichend ist, entscheidet nach einem schweren Arbeitsunfall im Zweifelsfall ein Strafgericht. Es gibt Vorlagen, die bei der Erstellung helfen und von verschiedenen Stellen empfohlen sind.Die Club Academy übernimmt keine Gewähr für die Informationen.
Clubkombinat und Clubstiftung präsentieren: Club AcademyMan legt selbst fest, wie oft man sie überarbeitet. Sobald sich etwas an den Arbeitsprozessenund damit verbundenen Gefährdungen und Gefahren ändert und sobald es zu einem Unfallgekommen ist, muss sie geändert werden.→Es gilt zwischen einer Gefährdung (z.B. eine Maschine im Wald), einer Gefahr (z.B. wenn einMensch diese Maschine bedient) und der möglichen Wirksamkeit der Gefahr (z.b. wenn dieserMensch einen Unfall mit der Maschine hat) zu unterscheiden.→Gefährdungsbeurteilungen sollten von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und Unternehmersowie Mitarbeitern zusammen erstellt werden. So können Fachwissen über Arbeitssicherheitund Einblicke in den Betrieb kombiniert werden. Mitarbeiter müssen vor dem ersten Arbeitsantritt durch den Unternehmer über Sicherheit undGesundheitsschutz  bei  der  Arbeit,  insbesondere  über  die  mit ihrer  Arbeit  verbundenenGefährdungen   und   die   Maßnahmen   zu   ihrer   Verhütung,  unterwiesen   werden.  DieUnterweisung muss mindestens einmal jährlich wiederholt und dokumentiert werden.→Zur Grundpflicht des Arbeitgebers gehört es auch, einem Arbeitnehmer zu kündigen, fallssich dieser wiederholt nicht an die Unterweisungen zur Arbeitssicherheit hält.

Brandschutz

In Hamburg existiert  keine   generelle   Pflicht  zur Bestellung eines  Brandschutzbeauftragten(Hierbei   handelt   es   sich   um   eine   weisungsfreie,   zentrale   Ansprechperson   für   alleBrandschutzfragen im Betrieb.)Eine   ausreichende   Anzahl   an   Brandschutzhelfern  hingegen  muss   von   jedem   Arbeitgebereingesetzt werden. Dies sind Beschäftigte, die durch Unterweisung und Übung im Umgang mitFeuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut gemacht wurden.Die ausreichende Anzahl ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung (in der Regel sind 5 % derBeschäftigten ausreichend). Die Ausbildung setzt sich aus 2 theoretischen Unterrichtseinheitena 45 min und einer Praxisübung von 5-10 Minuten zusammen und sollte alle 3-5 Jahre vonFortbildungen begleitet werde


Materialien zu diesem Workshop: